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Teatro La Fenice

  • theatre
  • 4.6
  • Preis: €8 - €14
  • Öffnungszeiten: 09:30 - 18:00 (self-guided visits, subject to performance schedule)
Wegbeschreibung
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Geschichte

La Fenice verdankt seinen Namen — italienisch für "der Phönix", jenen mythischen Vogel, der aus seiner eigenen Asche wiedergeboren wird — den Umständen seiner eigenen Gründung: Nachdem die Gesellschaft, die lange Zeit Venedigs Teatro San Benedetto betrieben hatte, die Rechte an diesem Haus verlor, ließ sie aus diesem Rückschlag ein völlig neues Theater entstehen und schrieb 1789 einen Wettbewerb für dessen Entwurf aus. Der Architekt Gianantonio Selva gewann mit einem klassizistischen Plan, und das neue Haus öffnete 1792 seine Pforten — sein Name war schon vor dem ersten gesungenen Ton eine bewusste Erklärung der Widerstandskraft.

Der Name sollte sich früher als prophetisch erweisen, als es sich irgendjemand gewünscht hätte: Ein defekter Ofen legte das Innere des Theaters im Dezember 1836 vollständig in Schutt und Asche. Die Brüder Tommaso und Giovanni Battista Meduna bauten es innerhalb eines einzigen Jahres wieder auf, und der prunkvoll vergoldete, mit rotem Samt ausgestattete Zuschauerraum, der 1837 wiedereröffnet wurde, prägte jenes Erscheinungsbild, für das La Fenice bis heute bekannt ist.

Wussten Sie schon?

Nur wenige Opernhäuser weltweit können auf eine Uraufführungsgeschichte wie die von La Fenice zurückblicken: Rossinis "Tancredi" erlebte hier 1813 seine Premiere, 1830 folgte Bellinis "I Capuleti e i Montecchi", und auf derselben Bühne stellte Verdi der Welt sowohl 1851 "Rigoletto" als auch 1853 "La Traviata" vor — eine Reihe von Uraufführungen, die das gesamte goldene Zeitalter der italienischen Belcanto-Oper umspannt.

Seinem Phönix-Namen wurde das Theater ein zweites, weitaus schmerzhafteres Mal in der Nacht des 29. Januar 1996 gerecht, als ein Feuer das Gebäude erneut zerstörte — diesmal absichtlich gelegt, in einem Fall, der zu strafrechtlichen Verurteilungen führte, nachdem Ermittler festgestellt hatten, dass der Brand gelegt worden war, um Vertragsstrafen wegen verspäteter Restaurierungsarbeiten zu umgehen. Der Architekt Aldo Rossi leitete einen weiteren Wiederaufbau "com'era, dov'era", und La Fenice wurde am 14. Dezember 2003 mit einem von Riccardo Muti dirigierten Konzert wiedereröffnet, kurz darauf gefolgt von einer neuen, passenderweise "La Traviata" gewidmeten Inszenierung.

Maria Callas in La Fenice

Keine Sängerin ist so eng mit der Geschichte von La Fenice im 20. Jahrhundert verbunden wie Maria Callas, die hier 1947 im Alter von nur 24 Jahren als Isolde in Wagners "Tristan und Isolde" debütierte. Im Januar des folgenden Jahres kehrte sie zurück, um auf derselben Bühne zum ersten Mal in ihrer Karriere die Turandot zu singen.

Ihr folgenreichster Abend in Venedig fand im Januar 1949 statt: Nur elf Tage nachdem sie ihre erste Brünnhilde in Wagners "Die Walküre" gesungen hatte, sprang Callas mit kaum Vorlaufzeit für eine erkrankte Kollegin ein und übernahm die Koloraturpartie der Elvira in Bellinis "I Puritani" — eine Rolle, die eine völlig andere Stimmlage verlangte. Diese Leistung überzeugte die Kritik von einer nahezu beispiellosen Vielseitigkeit und trug entscheidend dazu bei, ihre internationale Karriere zu begründen; bis 1954 trat sie weiterhin in La Fenice auf.

Gut zu wissen

Steht keine Vorstellung auf dem Programm, öffnet La Fenice für individuelle Besichtigungen mit einem Audioguide, der durch den Zuschauerraum, die prunkvollen Foyers und eine kleine, Maria Callas und ihren Jahren auf dieser Bühne gewidmete Ausstellung führt.

Es lohnt sich, das Ticket mit Audioguide online im Voraus zu buchen, da sich die Öffnungszeiten rund um Proben und Aufführungen verkürzen oder das Theater ganz geschlossen bleibt; prüfen Sie vor der Planung Ihres Besuchs den aktuellen Spielplan und kommen Sie früh, um die Foyers ohne Gedränge zu genießen.